Aerosoft SIMstarterNG Review

SIMstarterNG erleichtert die Flugsimulation um einiges. Bekannt ist es bereits als Freeware „SIMstarter“. Aber was ist macht das Programm so hilfreich? Ganz einfach, es verwaltet die gesamte Simulatorsoftware in einem zentralen Programm und lässt sich individuell konfigurieren. Mit dem Tool können verschiedene Profile mit verschiedensten Simulatoreinstellungen erstellt werden. Wenn ich in den USA fliege, brauche ich keine Europa-Szenerien, wenn ich in Italien fliege, brauche ich keine Spanien-Szenerien etc. So können wir das vorführen. Jedes Profil lässt sich individuell einstellen, egal ob Szenerien, ActiveSkyNext, Prepar3D/FSX, FTX Global, FSUIPC etc. Für VFR-Flüge benötige ich bspw. eine höhere Detaildichte als bei IFR-Flügen usw. Ich bin von dem Programm sehr überzeugt und kann es Euch ans Herz legen, los geht’s.

start

Features

  • Definiert bis zu 999 unabhängige Startprofile, um FSX / Prepar3D zu starten
  • JumpStart, um in einen gespeicherten Flug in Kombination mit einem SIMstarter Profil zu springen
  • Alle Einstellungen von FSX und Prepar3D können per Mausklick für jedes Profil konfiguriert werden
  • Wählen Sie vorkonfigurierte Tweaks für FSX und Prepar3D
  • Erstellen Sie individuelle ScenerySets für jedes Profil, um  Landschaften zu deaktivieren, die nicht benötigt werden
  • Erstellen Sie individuelle Start-Definition und Dateioperationen (Kopieren, Umbenennen, Löschen von Dateien) für jedes Profil mit dem Exit-Programm, wenn der Simulator verlassen wurde
  • Erstellen Sie individuelle XML-Set für DLL.XML und EXE.XML für FSX und Prepar3D
  • Definieren Sie Standardflüge für jedes Profil
  • Alle Änderungen werden im Logbuch dokumentiert
  • Erstellen von Verknüpfungen auf dem Desktop für jedes Profil
  • Livery-Manager zum Sortieren oder Ausblenden von Bemalungen
  • Sortieren und Validierung von Konfigurationsdateien wie FSX.CFG
  • Diff-Managers, um Änderungen zu verwalten, die von anderen Programmen durchgeführt wurden
  • Textinfo-Manager zum einfachen managen von Textinfo und SlewTextInfos
  • GoogleEarth Export, um Ihnen alle Ihre Add-On Szenerien anzuzeigen
  • Löschen der Joystick-Steuerung für Homecockpit Nutzer
  • Wählen Sie einzelne Begrüßungsbildschirme für jedes Profil
  • SIMstarterClient, Programme auf einem Remotecomputer zu starten

 

SIMstarterNG kostet 14,95 Euro und ich kann direkt sagen, das Geld ist es auf jeden Fall wert. Der Kauf über Aerosoft ist wie immer unkompliziert und schnell. Die Setupdatei downloaden und ausführen. Anschließend die Seriennummer und die E-Mail Adresse eingeben und installieren, fertig. Beigelegt ist ein deutsches und englisches Handbuch, das 59 Seiten umfasst und wirklich sehr ausführlich ist. Jede einzelne Funktion wird beschrieben, sodass man eigentlich nichts falsch machen kann.

installation

Beim Start von SIMstarterNG landen wir im sogenannten Flugkontrollzentrum. Von hier aus wird das gesamte Menü verwaltet sowie alle Profile. Ich habe das Programm schon soweit für meine zwei Hauptflugzeuge konfiguriert und werde dies anhand der PMDG 737-600 zeigen.

welcome

 

Die Menüleiste

 

Datei

Fangen wir ganz oben an mit dem Menü von SIMstarterNG. Hier gibt es Verlinkungen zu allen wichtigen Dateien. So muss man sich nicht mehr die Mühe machen und alles von Hand suchen. Dateien wie die prepar3d.cfg, scenery.cfg usw. können hier aufgerufen werden, genauso wie die Verzeichnisse, auch von SIMstarterNG selber.

menu_datei

Konfiguration

Im Konfiguration-Tab kommen wir zu allen möglichen Konfigurationen. Das heißt, wir können hier den Simulator selber konfigurieren (also alle In-Game Einstellungen überschreiben bzw. in Profile unterteilen), Szenerien an- und abwählen, welche Programme beim Start des Simulators geöffnet werden sollen, welche SimObjekte und XML-Einträge aktiv sein sollen sowie ActiveSkyNext Einstellungen (überschreiben ebenfalls die In-„Programm“ Einstellungen) und den CleanDesk-Manager, der festgelegte Programme beim Simulatorstart automatisch schließt (z.B. Skype, oder Aero deaktiviert).

menu_konfiguration

Toolstools

Tools könnte auch Manager heißen, denn hier befinden sich ein paar davon: Livery Manager, Diff Manager und TextInfo Manager. Der Livery Manager ist denke ich selber erklärend. Hier kann der Nutzer alle Lackierungen und Flugzeugvarianten einsehen und die Reihenfolge der einzelnen Liveries modifizieren. Das Hinzufügen von eigenen Repaints ist ebenfalls machbar genauso wie das Löschen und Umbenennen.

livery_manager

 

Der Diff Manager ist interessant. Wenn man bspw. in einem Flug die Einstellungen von P3D oder FSX modifiziert hat (z.B. die Texturauflösung), dann erkennt das SIMstarterNG und weist beim nächsten Programmstart darauf hin, dass es Differenzen zwischen dem festgelegtem Profil und der prepar3d.cfg gibt. Der Benutzer kann dann entweder die Konfigurationsänderung verwerfen, einem Profil zuweisen oder vorerst ignorieren.

diffmanager

Außerdem gibt es noch weitere Unterpunkte von „Tools“ wie z.B. den Konfigdatei Editor zum Editieren der einzelnen Simulator-Konfig-Dateien, den TextInfo Manager mit dem der Nutzer festlegen kann, welche Informationen er in der Bildschirmecke sehen möchte (z.B. Angle of Attack, Framerate, Airspeed etc.), sowie METAR für jeden beliebigen Flughafen anzufordern (Daten werden von aviationweather.gov bezogen). Besonders praktisch ist die Exportfunktion der einzelnen Addon-Flughäfen zu Google Earth. So kann man sich beim Planen der Route vieles erleichtern.

Der nächste Menüpunkt „Verknüpfungen“ beinhaltet ein paar Links zu den Manuals von SIMstarterNG sowie die Supportseite und die entsprechende E-Mail Adresse.

Falls man eine Änderung vorgenommen hat und der Simulator plötzlich nicht mehr startet oder abstürzt, kann man jede Aktion im Logbuch einsehen und ggf. rückgängig machen, das rettet eine ganze Neuinstallation und spart Zeit bei der Fehlersuche.

„Einstellungen“ sagt alles aus, hier kann das Programm an sich individuell konfiguriert werden. Bspw. lassen sich die Pfade für wichtige Dateien ändern oder das Design des Programmes kann auf seine eigenen Bedürfnisse gefärbt werden.

Ein Profil im Detail

 

Interessant wird es erst beim Einrichten eines Profils. Am Bespiel der PMDG 737-600 zimmern wir uns jetzt ein Profil zusammen und gehen die einzelnen Punkte durch.

neues_profil

Wir bekommen ein blankes Profil dargestellt und können direkt loslegen mit der Konfiguration. Als erstes können wir bei jedem Start einen gespeicherten Flug auswählen. Das ist z.B. praktisch, wenn man ein Flugzeug fliegt, das man manuell in den Cold & Dark Modus versetzt hat und es immer wieder so haben möchte anstatt alle System manuell herunterfahren zu müssen. Für die PMDG ist das nicht relevant, da diese ein eingebautes Skript verfügt.

saved_flights
zum Vergrößern, klicken

In dem Block „Situation“ wird es spannend. Als erstes können wir uns bei jedem Start des Profils den METAR/TAF Dialog anzeigen lassen um die aktuelle Wetterlage am Startflughafen einzusehen. Kann man machen, aber wenn man ActiveSkyNext verwendet lässt sich es auch dort darstellen.

Wenn man nun ein spezielles Flugzeug, zu einer speziellen Zeit, auf einem speziellen Airport platzieren möchte, aktiviert man die Checkbox „Situationseinstellungen anpassen“. Jetzt gibt es diverse Auswahlfelder. Zum einen das Luftfahrzeug, hier unsere 737-600. Außerdem möchte ich gerne auf dem Flughafen Saarbrücken Position 3 stehen. Optional kann auch direkt ein Flugplan ausgewählt werden. Der Simulator kann beim Start direkt pausiert werden falls gewünscht. Da wir stets mit realer Zeit fliegen möchten, aktivieren wir noch „Systemzeit verwenden“ und schon sind wir in Echtzeit unterwegs.

situation
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Die Option „Begrüßungsbildschirm anzeigen“ gibt uns einfach noch mal das Fenster, in dem wir die Situation einstellen können. Aber da wir das alles im SIMstarterNG machen ist das nicht mehr nötig und somit kann das übersprungen werden.

Wie ich bereits erwähnt habe können im SIMstarterNG die In-Game Einstellungen des Simulators eingestellt werden und verschiedenen Profilen zugeteilt werden. Diese Profile können dann für jedes Flugzeug individuell ausgewählt werden, unter „Sim ConfigSet“. Mit „Run ConfigSet“ kann man festlegen, welche Programme mit dem Simulator gestartet werden sollen, sowie welche beim Schließen mit geschlossen werden sollen, praktisch. Auch hier sind verschiedene Profile auswählbar.

Da der VAS ja bekanntlich begrenzt ist (Virtual Adress Space) im Simulator, ist das gezielte Auswählen gewünschter Szenerien von großer Bedeutung.

Kleiner Exkurs:

Warum ist der VAS eigentlich so begrenzt?

Da der FSX/P3D eine 32-Bit Anwendung ist, liegt die Grenze des maximal adressierbaren Speichers bei nur 4 GByte Arbeitsspeicher. Dies stellt sich so zusammen:

2^32 = 4.294.967.296 Bytes, geteilt durch 1.024 (da 1024 Byte = 1 Kilobyte sind), 4.194.304 Kilobyte, geteilt durch 1.024 (da 1024 Kilobyte = 1 Megabyte sind), 4.096 Megabyte, geteilt durch 1.024 (da 1024 Megabyte = 1 Gigabyte sind), 4 Gigabyte Arbeitsspeicher. Da jede Szenerie, jede Bodentextur, jedes Flugzeug-Addon etc. RAM benötigt, gibt es bei zu hohen Einstellungen den berühmten OOM (Out of Memory) Fehler, d.h. der VAS ist voll und somit schmiert der Simulator ab.

Warum wollen alle, dass der FSX/P3D zu einer 64-Bit Software umprogrammiert wird? Antwort ist klar, mehr zu adressierender Speicher, aber die Dimension, wie viel letztendlich adressierbar ist, ist unglaublich. Nach den oben stehenden Rechnungen, ergibt sich ein VAS von unglaublichen:

16.777.216 Terabyte Speicher, also 17.179.869.184 Gigabyte

Damit sollte das geklärt sein :).

Zurück zur Szenerieeinstellung. Wenn wir bspw. von Zürich nach Stockholm über Deutschland fliegen möchten, und haben viele Szenerien und diese sind alle aktiv, dann ist die Wahrscheinlichkeit für einen OOM sehr hoch. Aber letztendlich benötigen wir nur Zürich und Stockholm vielleicht noch einen Ausweichflughafen aber mehr nicht. Und genau das können wir in den ConfigSets der Szenerien einstellen.

szenerie_configsets
zum Vergrößern, klicken

Kommen wir zum zweiten Reiter „Erweiterte Einstellungen“. Hier können weitere ConfigSets eingestellt werden. Achtung, wenn hier kein Set ausgewählt wird, startet der Simulator nicht, da wichtige DLLs fehlen. Zu finden sind wie gesagt DLLs die notwendig sind um externe Programme zu starten wie z.B. PMDG Events, RAAS, Addon Manager etc. Wenn man bspw. kein RAAS verwenden möchte, einfach deaktivieren.

dlls

Das Gleiche gilt für EXE und SimObjects. Falls man mal etwas deaktiviert hat und der Simulator nicht startet, remember the logbook 🙂

Weitere Optionen wie z.B. den CleanDesk beendet, wie bereits geschrieben, Programme beim Simulatorstart wie etwa Skype. Zuletzt können wir noch ein ASN-Profil auswählen, ein ORBX-Profil und die FSUIPC-Datei einbinden, das war’s schon.

erweitert

Als letztes noch auf „Profil speichern“ und loslegen :-).

Fazit

 

SIMstarterNG ist eine echte Bereicherung für die Simulatorwelt. Dies würde ich nicht behaupten, wenn ich die Software nicht bei jedem Flug nutzen würde, denn genau dies geschieht immer. Man hat einfach einen zentralen Punkt wo ALLES konfiguriert werden kann ohne großes Gefummel und Gesuche. Durch die einzelnen ConfigSets gewinnt man eine Menge Performance dazu und das ist essenziell. Meiner Meinung nach ist das Programm ein absolutes Must-Have. Der Preis von 14,95 Euro (!) ist 100% gerechtfertigt, ein Schnäppchen hoch drei. Danke Peter Rosendahl für das Tool :-).

Pro:

  • zentrale Anlaufstelle für jegliche Simulator-Konfigurationen
  • Preis
  • Benutzeroberfläche sehr einfach gestaltet
  • Vielzahl an Funktionen

Contra:

Rating: 10/10: Absolutes Must-Have Tool

bei Aerosoft für 14,95 Euro kaufen

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